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Obwohl die Pandemie weiterhin allgegenwärtig ist, bleibt das Wachstum der Weltwirtschaft robust. Dies schreiben Guy Wagner und sein Team in ihrem jüngsten monatlichen Marktbericht „Highlights“.

In den USA ließen im vierten Quartal 2021 der starke Inlandskonsum und das Wiederauffüllen der Lagerbestände das annualisierte Bruttoinlandsprodukt um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal ansteigen. Im Gesamtjahr 2021 betrug das reale BIP-Wachstum 5,7 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit 1984. In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft eher uneinheitlich. „Zum Jahresende 2021 zeigte sie sich in Frankreich, Italien und Spanien relativ robust, während sie in Deutschland überproportional unter den Störungen der Lieferketten in der Industrie zu leiden hatte“, sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI - Banque de Luxembourg Investments. Im Gesamtjahr 2021 stieg das BIP in der Eurozone ebenfalls deutlich um 5,2 Prozent. In China belasteten die rückläufige Immobilienwirtschaft und der schwache Inlandskonsum die Wachstumsrate im vierten Quartal, die im Jahresvergleich auf 4,0 Prozent zurückging. „Eine Ausweitung der Geld- und Fiskalpolitik dürfte die Aktivität im Laufe des Jahres unterstützen.“ In Japan verabschiedete das Parlament einen Nachtragshaushalt – ein Zeichen dafür, dass der neue Premierminister die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen auf hohem Niveau halten möchte.

Deutliche Steigerung der Lebenshaltungskosten setzt sich fort

Die deutliche Steigerung der Lebenshaltungskosten setzt sich fort. In den USA stieg die Gesamtinflation von 6,8 Prozent im November auf 7,0 Prozent im Dezember und damit auf den höchsten Stand seit Juni 1982. Die Kernrate des Deflators der privaten Konsumausgaben, der von der US-Notenbank bevorzugte Preisindikator, erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 4,7 auf 4,9 Prozent und stieg somit auf das höchste Niveau seit September 1983. „In der Eurozone hatte die Inflation bereits Ende 2021 das höchste Niveau seit Einführung der Gemeinschaftswährung erreicht und stieg weiter“, so der luxemburgische Ökonom.

Federal Reserve deutet Anhebung der Leitzinsen ab März an

Wie erwartet bestätigte der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed bei seiner Sitzung im Januar das Ende der Wertpapierankäufe im März und deutete an, ab diesem Zeitpunkt mit der Anhebung der Leitzinsen zu beginnen. Ohne das Tempo der geldpolitischen Straffung zu nennen, schlug der Vorsitzende Jerome Powell einen restriktiveren Ton als üblich an und erklärte, dass sich die Inflation im Vergleich zu früheren Zyklen auf einem sehr hohen Niveau befinde und das Ziel der Vollbeschäftigung durch deutlich höhere Zinsen nicht gefährdet werde. Die geplante Verkürzung der Aktivseite der Bilanz im Jahresverlauf soll eher durch die fehlende Wiederanlage fällig werdender Schuldtitel als durch den direkten Verkauf von Staatsanleihen oder Hypothekenkrediten erreicht werden. In Europa findet die erste Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank Anfang Februar statt.

Steigerung der Endfälligkeitsrenditen auf Staatsanleihen in den USA und in Europa

Die Aussicht auf eine schrittweise Straffung der Geldpolitik seitens der US-Notenbank führte auf beiden Seiten des Atlantiks zu einer Steigerung der Endfälligkeitsrenditen auf Staatsanleihen. In Deutschland stieg der Referenzzins auf zehnjährige Bundesanleihen zum ersten Mal seit Mai 2019 auf über null Prozent. In Frankreich, Italien und Spanien stiegen die Endfälligkeitsrenditen auf zehnjährige Staatsanleihen ebenfalls.

Aktienmärkte verzeichnen stärksten monatlichen Rückgang seit März 2020

Im Januar verzeichneten die Aktienmärkte den stärksten monatlichen Rückgang seit März 2020, dessen Ausmaß durch die Erholung der Aktienkurse an den letzten beiden Handelstagen am Monatsende leicht abgefedert wurde. So fiel der in Euro ausgedrückte Weltaktienindex MSCI All Country World Index Net Total Return um 3,5 Prozent. „Der Rückgang der Aktienkurse wurde durch die Veröffentlichung des Protokolls der Dezembersitzung der US-Notenbank ausgelöst, das auf eine baldige Einführung einer restriktiveren Geldpolitik als bisher erwartet hindeutete. Auf Sektorenebene korrigierten die sogenannten Wachstumsunternehmen am stärksten, was die schlechte Entwicklung der Sektoren Technologie, Konsumgüter und Gesundheit erklärt. Die Aktienkurse so genannter Substanz- oder „Value“-Titel entwickelten sich am besten, wobei Energiewerte sogar stark anstiegen, gefolgt von Finanz- und Versorgungsunternehmen“, sagt Guy Wagner abschließend.

Guy Wagner, Managing Director

Nach seinem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Université Libre in Brüssel kam Guy 1986 zur Banque de Luxembourg, wo er in der Folge die Leitung der Abteilungen Finanzanalyse und Asset Management übernahm. Seit 2005 ist er Managing Director von BLI - Banque de Luxembourg Investments.

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