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Nach mehreren Monaten langsameren Wachstums der Weltwirtschaft ist das BIP-Wachstum in den USA und in Europa im ersten Vierteljahr höher ausgefallen als erwartet. Ob die konjunkturelle Verbesserung von Dauer sein wird, ist allerdings fraglich, so die Schlussfolgerung von Guy Wagner, Chefanlagestratege von BLI - Banque de Luxembourg Investments, und seinem Team in der jüngsten Ausgabe ihrer monatlichen „Investment-Highlights‘.

Nach mehreren Monaten langsameren Wachstums der Weltwirtschaft zeigen sich nun die ersten Anzeichen einer Stabilisierung. In den USA fiel das BIP-Wachstum im ersten Vierteljahr deutlich höher aus als erwartet: es lag gegenüber dem vierten Quartal 2018 bei 3,2 Prozent annualisiert. „Dennoch ist diese angenehme Überraschung im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die öffentlichen Ausgaben erhöht, Lagerbestände angehäuft und die Einfuhren verringert wurden. Der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen hingegen trugen kaum zum Wachstum bei“, sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI - Banque de Luxembourg Investments. „Auch das BIP-Wachstum der Eurozone im ersten Quartal fiel erfreulich aus. Die Zuwachsrate lag bei plus 0,4 Prozent im gleitenden Quartalsdurchschnitt, verglichen mit plus 0,2 Prozent im letzten Jahresviertel 2018. Die anhaltende Schwäche in der Fertigungsbranche konnte von der Widerstandskraft des Binnenkonsums teilweise kompensiert werden. Ob die Stabilisierung von Dauer sein wird, ist allerdings fraglich.“

Zentralbanken: Leitzinsen bleiben unverändert

Wie erwartet beließ der Offenmarktausschuss der Federal Reserve die US-Leitzinsen bei seiner Sitzung Ende April/Anfang Mai unverändert. Nach einer restriktiven Haltung 2018 und einer Kehrtwende bei der Sitzung im März fiel die Wortwahl von Fed-Präsident Jerome Powell dieses Mal eher neutral aus. Er zeigte sich zufrieden mit dem Wirtschaftswachstum, der Inflation und dem Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank nannte bei ihrer jüngsten Sitzung im April keine neuen Elemente. „Die EZB behielt die sehr expansive Ausrichtung ihrer Geldpolitik bei und dürfte die Bedingungen für längerfristige Refinanzierungsgeschäfte im Juni mitteilen.“

Rentenmärkte stabil, Staatsanleihen bleiben unattraktiv

Die Rentenmärkte waren im April äußerst stabil. In der Eurozone bewegten sich die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen in Deutschland, Italien und Spanien kaum. „Staatsanleihen bleiben eine recht unattraktive Anlageklasse“, meint der luxemburgische Ökonom.

Aktienmärkte erzielen weitere Wertzuwächse

Nach ihrem kräftigen Anstieg im ersten Jahresviertel erzielten die Aktienmärkte im April weitere Wertzuwächse. Der MSCI All Country World Index Net Total Return in Euro stieg um 3,6 Prozent und brachte damit die Performance seit Jahresbeginn auf ganze 18,3 Prozent. Auch der US-amerikanische S&P 500, der europäische Stoxx 600 der japanische Topix sowie der MSCI Emerging Markets stiegen im Berichtsmonat. „Aufgeschlüsselt nach Sektoren lagen Technologietitel seit Jahresanfang an der Spitze, gefolgt von zyklischen Konsumgütern und Industriewerten; Gesundheitswesen und Versorger hingegen bildeten das Schlusslicht. Im regionalen Vergleich belegten die USA und China die Spitzenplätze, während Japan leicht zurückblieb“, sagt Guy Wagner abschließend.


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